Gospel & Spiritual  

Ein Blick in ihre Entstehungsgeschichte

(Quelle: www.wikipedia.de) 

 

 

Wurzel des Gospel: die Spirituals  

 

Das (oder der) Negro Spiritual (heute häufig: African-American Spiritual) ist eine in den USA mit Beginn der Sklaverei im 17. Jahrhundert entstandene christliche Liedgattung. Die Spirituals sind als Wurzel des Gospels anzusehen. 

 

Die überlieferten Spiritual-Texte sind fast ausschließlich religiösen Inhalts und erzählen von dem Leben geschlagener, geschundener und sehnsüchtiger Menschen, der Sklaven. Die Texte handeln von der Hoffnung dieser Menschen und ihrem Glauben an Gott. Die emotional klingenden Spirituals beschreiben meist Situationen aus dem Alten Testament, die denen der Sklaven ähneln. Sie identifizierten sich besonders mit dem „erwählten Volk“ Israel, das aus der Gefangenschaft fliehen konnte, da diese Analogie ihnen half, sich mental gegen die Abwertung durch das System der Sklaverei zu wehren.  

Die Traurigkeit erklärt sich nicht allein aus den prekären Lebensbedingungen der afroamerikanischen Sklaven, sondern auch aus der Trauer um Angehörige, die sie insbesondere während der Deportationswelle der Zweiten Mittelpassage zu Tausenden verloren haben. Im Mittelpunkt vieler Texte stehen mutterlose Kinder und verwaiste Eltern. Es gab jedoch auch Liebeslieder und satirische Texte, die die Lebenswelt der Sklaven oder die Sklavenhalter parodierten.  

 

Der Gospel – die gute Nachricht 

 

Der Gospel (von Englisch: gospel = Evangelium, Gute Nachricht) ist nach deutschem Sprachgebrauch jene christliche afroamerikanische Stilrichtung, die sich Anfang des 20. Jahrhunderts aus dem Negro Spiritual sowie Elementen des Blues und Jazz entwickelt hat. Als den oder das Gospel bezeichnet man im Deutschen ein dieser Musikrichtung zugehöriges Werk.  

 

Im Originalverständnis der englischen Sprache bezeichnet Gospel music im weitesten Sinne die Entwicklung der christlichen Musik auf dem amerikanischen Kontinent. Angefangen beim Evangeliumslied des 19. Jahrhundert bis hin zur christlichen Popmusik, im engeren Sinne jedoch ebenfalls die Kirchenmusik afroamerikanischer Gemeinden.

Spirituals – Beispiele aus unserem Repertoire:
•    Swing Low Sweet Chariot
•    Go down Moses (When Israel was in Egypt's land)
•    Deep River
•    Nobody Knows the Trouble I’ve Seen

Gospels – Beispiele aus unserem Repertoire:
•    Oh Happy Day
•    Soon and Very Soon